
Eine Igelstation ist Beratungsstelle, Ambulanz, Kinderheim und Krankenhaus für Igel. Durchschnittlich 150 bis 200 stachelige Gäste werden jeweils von Oktober bis Mai im Aarebrüggli Grenchen in der Station betreut und fachkundig gepflegt. Die meisten sind zu schwach, um den Winter überstehen zu können. Viele werden krank oder verletzt eingeliefert.
Die in gefangenschaft überwinterten Igel werden ab April wieder, wenn möglich am Fundort ausgesetzt. An der Stelle, an der man die Igel aussetzt, müssen sie noch gefüttert werden, bis die Tiere den Weg in die Natur wieder gefunden haben.
Der Igel ist eines der ältesten, heute noch lebende Säugetier. Gemäss Forschungen soll er 60 Millionen Jahre alt sein. Die Igel haben die Eiszeit überlebt, weil sie diese Zeit hindurch einen Winterschlaf machten und danach keine Nahrung mehr brauchten. Die Säbelzahntiger, Fellnashörner und die Mammuts sind heute ausgestorben, aber den Igel gibt es immer noch.
Igel sind naturgeschützte Wildtiere, dürfen nur vorübergehend in Pflege genommen werden, und es ist gesetzlich verboten, sie als Haustiere zu halten. Ausserdem ist der Igel in seiner Art und Lebensweise kein Spielzeug für Kinder.